Grenzen überwinden: Wie Breach VR und Unity das beeindruckende Erlebnis von CUPRA ermöglichten

May 5, 2026

CUPRA, eine Marke, die für Innovation und Elektrifizierung steht, hat sich mit Breach VR zusammengetan, um die „CUPRA Exponential Experience“ zu entwickeln – ein weltweit einzigartiges Mixed-Reality-Renn-Erlebnis. Dieses bahnbrechende Projekt ermöglicht es Fahrern, den Elektro-Rennwagen CUPRA UrbanRebel physisch zu steuern, während sie in eine vollständig virtuelle Umgebung eintauchen. Durch die Nutzung der fortschrittlichen XR-Tools von Unity Technologies und der Expertise von Breach VR im Bereich immersiver Technologien gelang es im Rahmen des Projekts, erhebliche technische Herausforderungen zu meistern, darunter Bewegungssynchronisation in Echtzeit, extrem niedrige Latenzzeiten und Sensorfusion. Das Ergebnis war ein revolutionäres Erlebnis, das CUPRAs Engagement für Innovation deutlich macht.

Schlüsselerkenntnisse

  • Breach VR und CUPRA haben die „CUPRA Exponential Experience“ entwickelt, bei der reales Fahrerlebnis mit virtueller Immersion verschmilzt.
  • Die XR-Tools von Unity ermöglichten extrem niedrige Latenzzeiten, Bewegungssynchronisation und Echtzeit-Rendering.
  • Eine fortschrittliche Sensorfusion sorgte für Sicherheit, indem sie Kopfbewegungen von der Fahrzeugbewegung trennte.
  • Über 1,5 Jahre Testphase und 500 Kilometer an gesammelten Daten garantierten Sicherheit und Leistung.

Die Herausforderung

Die Vision von CUPRA bestand darin, den Motorsport durch die Verschmelzung der realen und der virtuellen Welt grundlegend neu zu gestalten. Das Ziel war es, ein Erlebnis zu schaffen, bei dem die Fahrer die spürbaren G-Kräfte und das realistische Fahrverhalten des Elektro-Rennwagens CUPRA UrbanRebel erleben konnten, während sie sich durch eine vollständig immersive virtuelle Umgebung bewegten. Dieses ehrgeizige Konzept warf mehrere technische Herausforderungen auf:

Bewegungssynchronisation: Die virtuelle Umgebung musste sich perfekt an die realen Bewegungen des Fahrzeugs anpassen, um ein immersives Erlebnis zu gewährleisten und Reisekrankheit zu vermeiden.

Geringe Latenz: Das System erforderte eine extrem niedrige Latenz, um die Reaktionsfähigkeit in Echtzeit zu gewährleisten, insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten.

Sensorfusion: Die Lösung musste die Kopfbewegungen des Fahrers von den Fahrzeugbewegungen trennen und gleichzeitig beide präzise verfolgen.

Systemintegration: Es war von entscheidender Bedeutung, Hardware, Software und Fahrzeugsysteme zu einem nahtlosen und sicheren Erlebnis zu verbinden.

Diese Herausforderungen erforderten einen hochmodernen Technologie-Stack und eine enge Zusammenarbeit zwischen CUPRA, Breach VR und LP-Research.

Die Lösung

Breach VR, ein führendes XR-Studio mit Sitz in Trondheim, Norwegen, hat gemeinsam mit CUPRA und dem in Tokio ansässigen Unternehmen LP-Research diese Vision verwirklicht. Die flexible Engine-Architektur von Unity und die fortschrittlichen XR-Tools trugen entscheidend dazu bei, die Komplexität des Projekts zu bewältigen.

Die wichtigsten Komponenten der Lösung

  • Unity XR Toolkit: Dies ermöglichte eine schnelle Prototypenerstellung und Iteration, sodass das Team die virtuelle Umgebung für ein maximales Eintauchen in die Welt optimieren konnte.
  • Integration kundenspezifischer Sensoren: Dank der Erweiterbarkeit von Unity konnte „Breach VR“ die Tracking-Daten des LPVR-DUO von LP-Research einlesen. Dadurch wurde eine präzise Synchronisation zwischen den Bewegungen des Fahrzeugs und der virtuellen Welt gewährleistet, wobei die Kopfbewegungen des Fahrers von den Fahrzeugbewegungen isoliert wurden.
  • Echtzeit-Rendering: Die leistungsstarke Rendering-Engine von Unity sorgte für die grafische Detailtreue und die geringe Latenz, die für ein nahtloses Erlebnis erforderlich sind.
  • Interaktiver Regelkreis: Die Unity-Engine ermöglichte einen bidirektionalen „Reality Loop“, bei dem virtuelle Ereignisse (z. B. das Aktivieren eines Geschwindigkeitsschubs) Reaktionen des realen Fahrzeugs auslösten, wie etwa Drehmomentsteigerungen oder Bremsvorgänge.

Hardware-Integration

Das Varjo XR-3-Headset wurde aufgrund seiner hochauflösenden Grafik, seiner zuverlässigen Tracking-Funktionen und seiner Anzeige mit geringer Latenz ausgewählt. Diese Hardware war entscheidend für ein visuell beeindruckendes und reaktionsschnelles Erlebnis, das der physikalischen Dynamik des Autos gerecht wurde.

Gemeinsame Anstrengung

Das Projekt war eine groß angelegte, mehrjährige Zusammenarbeit, an der über 35 Personen beteiligt waren, darunter Designer, Ingenieure und Testfahrer von CUPRA. Breach VR stellte die 3D-Software, das Design und die fortschrittliche Unity-Integration bereit, während LP-Research sein hochmodernes Tracking-System für den Automobilbereich beisteuerte.

Unity war schon immer unser bevorzugtes Werkzeug für die Entwicklung modernster XR-Anwendungen. Die Engine bietet von Haus aus eine leistungsstarke und vielseitige Palette an XR-Funktionen, die uns eine schnelle Iteration ermöglicht und uns die architektonische Freiheit gibt, die Grenzen der Realität zu überwinden.

Martin Sivertsen
Martin Sivertsen - Breach VR
Chief Technology Officer

Die Ergebnisse

Die „CUPRA Exponential Experience“ feierte ihr Debüt beim „Exponential Impulse Event“ auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin im Rahmen der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft. Das Erlebnis stieß bei professionellen Fahrern, Markenbotschaftern und VIP-Gästen auf überwältigende Begeisterung. Die Rennfahrerin Klara Andersson hat diese Stimmung perfekt auf den Punkt gebracht: „Das ist der Wahnsinn! „Ich verdiene meinen Lebensunterhalt mit Autorennen, aber das in der virtuellen Welt zu tun, ist ein ganz neues Erlebnis.“

Wichtigste Ergebnisse

  • Technische Exzellenz: Das System zeichnete sich durch extrem niedrige Latenzzeiten und eine perfekte Bewegungssynchronisation aus und sorgte so für ein sicheres und fesselndes Erlebnis.
  • Stimmung der Nutzer: Die Fahrer berichteten von einer beispiellosen Begeisterung. Die Rennfahrerin Klara Andersson beschrieb das Erlebnis als „umwerfend“ und fügte hinzu: „Ich verdiene meinen Lebensunterhalt mit Autorennen, aber das in der virtuellen Welt zu tun, ist ein ganz neues Erlebnis.“
  • Weltweite Präsenz: Das Fahrzeug wurde von CUPRA-CEO Wayne Griffiths, Rennfahrern wie Klara Andersson, Adrien Tambay und Jordi Gené sowie Markenbotschaftern, darunter Spieler des FC Barcelona, getestet.
  • Markenbindung: Das Projekt unterstrich das Engagement von CUPRA für Innovation und Elektrifizierung und festigte damit seine Position als Vorreiter im progressiven Motorsport.

Sicherheits- und Leistungskennzahlen

Das Projekt wurde 1,5 Jahre lang strengen Tests unterzogen, wobei Daten von über 500 Kilometern ausgewertet wurden, um absolute Sicherheit und Synchronität zu gewährleisten. Durch den Einsatz fortschrittlicher Sensorfusion und der Echtzeitfunktionen von Unity wurde das Risiko von Bewegungsübelkeit minimiert, sodass die Nutzer ein pures Adrenalin- und Immersionserlebnis genießen konnten.

Eine Virtual-Reality-Erfahrung in einem fahrenden Auto zu entwickeln, ist nicht gerade alltäglich. Wir mussten Unity bis an seine Grenzen ausreizen, um die zahlreichen technischen Herausforderungen zu meistern und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass die Nutzer in das Erlebnis eintauchen, voll und ganz dabei sind und sich sicher fühlen.

Andreas Weibye
Andreas Weibye - Breach VR
Senior Software Developer

Die CUPRA Exponential Experience stellt einen bahnbrechenden Meilenstein im Bereich Mixed Reality und der Automobilinnovation dar. Durch die Nutzung der fortschrittlichen XR-Tools von Unity und des Fachwissens von Breach VR gelang es im Rahmen des Projekts, die physische und die virtuelle Welt miteinander zu verbinden und so ein sicheres, spannendes und immersives Erlebnis zu schaffen.